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Auf dem Schulhof herrscht Strandgefühl


Gymnasium feiert mit einem großen Fest Abschluss der Umbauarbeiten auf dem Gelände

von Sara Reinke    ->  Fotostrecke Schulhof

 

SARSTEDT

Fast schon amerikanische Ausmaße hat das Sportangebot auf dem neu gestalteten Pausenhof des Gmynasiums. Volleyball- und Fußballfeld, Baskeballkörbe, Tischtennisplatten und ein riesiges Klettergerüst laden hier zum Bewegen ein. Wer es ruhiger mag, kann sich in einem gesonderten Bereich erholen. Mit einer großen Feier haben Schüler und Lehrer die Fläche gestern eröffnet.

Sind schon Sommerferien? Den Eindruck konnte man gestern auf dem Schulgelände des Sarstedter Gymnasiums jedenfalls gewinnen. "36 Grad und es wird noch heißer", sang die Band Zweiraumwohnung passend zu den tatsächlichen Temperaturen aus den Lautsprechern. Auf dem niegelnageneuen Beach-Volleyballfeld lieferten sich vier Oberstufenschüler einen spannenden Wettkampf. Angefeuert wurden sie dabei von Schülern aller Jahrgangsstufen.

Wer es sonnig mochte, hatte vom neuen Zuschauerwall am Fußballfeld alles im Blick. Schulleitung, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter der Stadt suchten dagegen lieber den Schatten auf der anderen Seite der Freifläche. Dort wartete auch die Bläderklasse darauf, ihr Kokurrenzprogramm zur Zweiraumwohnung zu Gehör zu bringen. Nebenan kickten sich ein paar Fußballerinnen für ihr erstes Spiel auf dem kleinen Rasenplatz warm. Und der Schülerrat hatte sich gleich ein Picknick mitgebracht.

"Der Schülerrat hat mit einer Summe von 2000 Euro zum Umbau des Schulhofs beigetragen", sagte Schuldirektor Wolfgang Tischer in einer kurzen Dankesrede an die Sponsoren. Den größten Anteil der Kosten von etwa 30.000 Euro habe das Gemeinschaftswerk aufgebracht, das sich unter anderem am Bau des Volleyballfeldes , an der Anschaffung der metallenen Fußballtore, an der Anlage eines Rondells sowie bereits im vergangenen Jahr an der Errichtung des Klettergerüsts beteiligt hatte. Die Sparkasse Hildesheim spendete zudem zwei neue Tischtennisplatten.

"Aber nicht nur die finanzielle Unterstützung, auch der handwerkliche Einsatz verdient Anerkennung", sagte Tischer. Er wendete sich damit an die Mitarbeiter der Stadt, Horst-Dieter Schelper und Bernd Lindenzweig, die das Lob auch im Namen des Bauhofs entgegennahmen.


Neugestaltung des Schulhofs


Der Schulhof ist ein wichtiger Lebensraum für unsere Schülerinnen und Schüler. Dabei sind die Interessen und Ansprüche ganz unterschiedlich. Für die quirligen 5. und 6. Jahrgänge ist es wichtig, sich in der Pause austoben zu können. So gewinnen sie innerlich Abstand von der letzten Stunde und können der nächsten wieder entspannt folgen. Aber auch viele ältere Schüler lieben die Bewegung. Basketball und Fußball werden in jeder Pause gespielt. Erst die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II bevorzugen es, in „Ruhe" vor den letzten Stunden zu regenerieren.

Bereits Anfang der 90er-Jahre hatten Kolleginnen und Kollegen, Schüler und Eltern gemeinsam mit Studenten vom Institut für Grünplanung und Gartenarchitektur der Universität Hannover ein Konzept zur Gestaltung des bis dahin tristen Schulhofgeländes erstellt. In mehreren Projektwochen wurden diese Vorstellungen weitgehend realisiert.

Nachdem unsere Schülerschaft sich in den letzten Jahren von 550 auf fast 1000 Schülerinnen und Schüler nahezu verdoppelt hat, war der Schulhof zu eng geworden und entsprach nicht mehr den Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen. Wiederum ergriff eine Arbeitsgruppe aus Eltern, Schülern und Lehrern die Initiative und entwickelte die Ursprungskonzeption weiter.

Zentraler Teil des neu gestaltenden Schulhofs ist nun ein Klettergerüst. Es soll besonders die Fünft- bis Achtklässler animieren, ihren Bewegungsdrang abzureagieren. Auf der Nordseite wird das Klettergerüst von weiteren Spielgeräten wie mehreren Tischtennisplatten, Reckstangen und einem Weidentippi umrahmt. Auf der Südseite schließen sich die kleinen Hügel sowie die Sitzgelegenheiten an, die in den Projektwochen der neunziger Jahre mit großer Mühe erstellt worden sind. Der kleine Fußballplatz und die Basketballanlage hinter den Hügeln bleiben ebenso unverändert erhalten. In Richtung Turnhalle gibt es eine Erweiterung. Dort sind ein zweiter Fußballplatz und eine Volleyballanlage entstanden. An der Turnhallenwand soll eine Boulderwand montiert werden.

Das Teichareal, das in den vergangenen Jahren nie genutzt worden ist, ist in der Projektwoche 2006 bereits von einer Gruppe entrümpelt worden. Dort wurden nun Sitzmöglichkeiten geschaffen, wohin sich Schülerinnen und Schüler zurückziehen können, wenn sie einen ruhigeren Bereich bevorzugen.

Flächenmäßig wird sich unser Schulhofgelände fast verdoppeln. So bleibt zu hoffen, dass das neu gestaltete Gelände mit seinen Attraktionen von allen Altersgruppen angenommen wird. Dann wäre der neue Schulhof für uns alle ein Gewinn.

Da die einzelnen Baumaßnahmen und die neuen Geräte viel Geld kosten, wird die Fertigstellung nur in Etappen jeweils so weit voranschreiten, wie die Finanzierung gesichert ist. Mit der Errichtung des Klettergerüsts (siehe unten) haben wir den ersten Bauabschnitt abgeschlossen. Ich hoffe sehr, dass wir den neuen Schulhof im kommenden Jahr einweihen können.

 

Wolfgang Tischer

Das Klettergerüst: Der erste Baustein bei der Neugestaltung unseres Schulhofs ist, wie oben erwähnt, das neue Klettergerüst. Finanziert wurde es ca. zur Hälfte durch das Gemeinschaftswerk. Außerdem haben sich weitere Sponsoren dankenswerterweise beteiligt: Die Sparkasse Hildesheim, die Stadt Sarstedt und der Landkreis Hildesheim. Die restliche Finanzierung konnte durch die Verkaufserlöse des letzten Jahrbuchs gesichert werden.

Am 20.09. wurde aufgebaut, und noch vor der offiziellen Einweihung durch einen Kletterwettbewerb der 5. und 6. Klassen am 21.09. - mit Teilnahme der Sponsoren und der Presse - eroberten besonders die jüngeren Schülerinnen und Schüler ihr neues Spielgerät sofort. Wenn nicht dies: Was ist sonst eine „Attraktion"?

So soll der Schulhof aussehen

Der Raumplan des Gymnasiums Sarstedt